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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Oktober 2021

Gemeinderat: Oberreuts Zukunft gestalten

UMGEBEN VON GRÜN soll Oberreut zu einem lebendigen Stadtteil mit eigener Identität werden. Auch an das Entwickeln vielfältiger und vernetzter Freizeit- wie Freiraumangebote ist gedacht. Archivfoto: Fränkle

UMGEBEN VON GRÜN soll Oberreut zu einem lebendigen Stadtteil mit eigener Identität werden. Auch an das Entwickeln vielfältiger und vernetzter Freizeit- wie Freiraumangebote ist gedacht. Archivfoto: Fränkle

 

Bürgerbeteiligung als Erfolgsrezept: Fokus auf Bildung, Beschäftigung, Teilhabe, Miteinander, Dialog und Engagement

Einstimmig beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept für Oberreut. Dem Beschluss vorausgegangen war ein knapp dreijähriger Beteiligungsprozess, der einen hohen sozialen Handlungs- und Integrationsbedarf mitgedacht hat und Vereine, soziale Träger sowie die engagierte Bürgerschaft mit auf den Weg nahm.

Aufgrund der Ausgangslage wurden die Schwerpunkte bei sozialen Aspekten wie Bildung und Beschäftigung, der Förderung von Teilhabe, im sozialen Miteinander, in der Integration sowie der Stärkung von Dialog- und Engagementstrukturen gesetzt. In vier Phasen wurden etwa Gespräche mit allen ansässigen Akteurinnen und Akteuren geführt, wurde das Vorgehen angepasst, um zur Mitarbeit zu motivieren, wurden ein Stadtteilforum und Stadtteilspaziergänge durchgeführt und identifizierte Handlungsfelder in Projektgruppen weiterbearbeitet.

Vier wichtige Handlungsfelder

Aus der Zusammenführung der Ergebnisse von Workshops, Aktivitäten und Veranstaltungen kristallisierten sich laut Beschlussvorlage vier Handlungsfelder heraus. Das erste Handlungsfeld „Soziales, Image und Kultur“ hat das Leitziel, gutes Zusammenleben in einem lebendigen und aktiven Stadtteil mit eigener Identität zu fördern und umfasst Maßnahmen in Bereichen wie Sauberkeit, Sport und Freizeit, ehrenamtliches Engagement oder Kriminalitätsprävention, die Schaffung eines Treffpunkts und eines sozial-kulturellen Zentrums, die Förderung kultureller Aktionen, den Ausbau von Jugendprojekten oder die Unterstützung bei Festen und bürgerschaftlichen Aktivitäten.

Das zweite Handlungsfeld „Beteiligung, Engagement, Strukturen der Zusammenarbeit und Verstetigung“ zielt auf die vertrauensvolle Kooperation aller Beteiligten durch systematische Vernetzung, niedrigschwellige Kommunikationsangebote und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. In Handlungsfeld drei „Wohnumfeld, Freiraum, Rad- und Fußverkehr“ werden Maßnahmen vereint, die Oberreut zu einem grünen Stadtteil mit vielen Freizeit- und Freiraumangeboten entwickeln sollen.

Dazu zählen etwa Waldentwicklung und -pädagogik, Umweltbildung, aber auch ein Treffpunkt für Jugendliche, bessere Radinfrastruktur oder die Aufwertung von Bolzplatz, Calisthenics-Anlage, Spielplätzen, Grünflächen sowie öffentlichen Plätzen. Eine zeitgemäße und barrierefreie „Gesundheits- und Nahversorgung“ vor Ort steht bei Handlungsfeld vier im Vordergrund. Dazu gehören sowohl die Erweiterung des Wochenmarktsortiments als auch die medizinische Versorgung, wozu ein weiterer „Runder Tisch“ geplant ist.

In der Debatte gab es fraktionsübergreifend Lob für das Konzept und besonders den vorausgegangenen Beteiligungsprozess, der auch bei der Umsetzung der Maßnahmen im Blick behalten werden soll. -gem-

 
 

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