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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Oktober 2021

Karlsruher Hochschulen: Ein Pakt für den Klimaschutz

GEMEINSAM FÜR DAS KLIMA: (v. l.) Prof. Schenkel (DHBW), Dr. Klaus Peter Rippe (PH), Prof. Michael Zerr (Karlshochschule), Jan Boelen (Hochschule für Gestaltung), BM Lisbach, Prof. Robert Pawlowski (Die HKA), Prof. Hartmut Höll (Hochschule für Musik) und Prof. Hanselka (KIT) paktieren. Foto: MMG

GEMEINSAM FÜR DAS KLIMA: (v. l.) Prof. Schenkel (DHBW), Dr. Klaus Peter Rippe (PH), Prof. Michael Zerr (Karlshochschule), Jan Boelen (Hochschule für Gestaltung), BM Lisbach, Prof. Robert Pawlowski (Die HKA), Prof. Hartmut Höll (Hochschule für Musik) und Prof. Hanselka (KIT) paktieren. Foto: MMG

 

Ziel Neutralität: Hochschulen gehen Vertrag mit der Stadt ein

Bundesweit bisher einmalig ist er, der Klimapakt, den acht Karlsruher Hochschulen am Donnerstagvormittag des 30. Septembers mit der Stadt Karlsruhe eingingen. Die versammelten Repräsentanten spiegelten beim Termin mit Bürgermeisterin Bettina Lisbach gleichsam die vielfältige Karlsruher Hochschullandschaft.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Hochschule Karlsruhe (Die HKA), die Pädagogische Hochschule (PH), die Hochschule für Musik, die Staatliche Hochschule für Gestaltung (HfG), die Staatliche Akademie der Künste, die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und die Karlshochschule unterscheiden sich zwar fachlich, sind sich aber darin einig, die große Herausforderung Klimawandel gemeinsam anpacken zu wollen. Der Klimapakt ist dabei „kein Abschluss, sondern vielmehr ein Startschuss für die aktive Zusammenarbeit“, betonte Lisbach.

Die Stadt dient als Kooperationspartner, gibt mit ihren bereits gesammelten Erfahrungen Anregungen, wie das gesteckte Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2040, so fordert es das städtische Klimaschutzkonzept, eingehalten werden kann. Denn wie die Stadt sind auch die Hochschulen in ihrer Funktion als Betrieb und Arbeitgeber gefragt: Gebäude müssen unterhalten, Neubauten angelegt, Waren beschafft und die Beschäftigtenmobilität organisiert werden – und das alles möglichst klimafreundlich. Es ist wichtig, dass dieser Schritt in der Leitungsebene der Institutionen erfolgt, denn „der Kulturwandel ist eine Führungsaufgabe“, so DHBW-Rektor Prof. Stephan Schenkel.

Auch in der Forschung soll der Klimaschutz eine wichtige Stellung einnehmen: In der Lehre und im gegenseitigen Austausch wollen die Hochschulen im Rahmen gemeinsamer Projekte zusammenarbeiten und den wissenschaftlichen Dialog intensivieren. Sei es Klimaforschung am KIT, die Entwicklung neuer Materialien an der HfG oder die PH, die auf Bildung als Schlüsselfaktor für mehr Klimaschutz setzt: Jede Institution kann mit Kernkompetenzen beitragen. Es gehe aber grundlegend um eine gemeinsame Haltung, hebt Prof. Holger Hanselka (KIT) hervor: „Was ändern wir jetzt, damit sich das Klima nicht ändert?“ -los-

 
 

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