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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Oktober 2021

KIT-Förderpreis: Empowerment junger Frauen

ALS HERVORRAGEND bewertete das KIT ihre Arbeiten: Dr. Gabriela Molinar (r.) und Leona Schmidt-Speicher mit einem Bild von Erna Scheffler, nach welcher der Förderpreis benannt wurde. Foto: Knopf

ALS HERVORRAGEND bewertete das KIT ihre Arbeiten: Dr. Gabriela Molinar (r.) und Leona Schmidt-Speicher mit einem Bild von Erna Scheffler, nach welcher der Förderpreis benannt wurde. Foto: Knopf

 

Erna-Scheffler-Förderpreis für Forscherinnen vergeben, die als Vorbilder dienen können

Für herausragende wissenschaftliche Leistungen junger Frauen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verlieh der Soroptimist Inter-national Club Karlsruhe (SI) kürzlich den Erna-Scheffler-Förderpreis – benannt nach der ersten Frau, die als Richterin an das Bundesverfassungsgericht berufen wurde. Ebenda wurde der mit 5000 Euro dotierte Preis vergeben. Alle zwei Jahre werden eine Dissertation und eine Masterarbeit ausgezeichnet.

Den Dissertationspreis erhielt Dr. Ing. Gabriela Molinar für ihre am KIT verfasste Arbeit. Sie stellt darin ein System vor, um einen erhöhten Stromtransport zu ermöglichen und die Strombelastbarkeit von Freileitungen zu optimieren. Die Effizienz des Stromerzeugungsplans konventioneller Kraftwerke könne so um zehn Prozent erhöht werden. „Ich möchte andere Frauen dazu motivieren, sich in der Wissenschaft zu engagieren und mit meiner Arbeit einen Teil zur Energiewende beitragen“, sagte Molinar.

Die Auszeichnung für ihre Masterarbeit bekam Leona Schmidt-Speicher, Master of Science. Mit ihrer Forschung zu Nanostrukturen auf Titan und Silizium leiste sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung für permanente Verankerungen medizinischer Implantate sowie die Verminderung von Implantat-Verlusten durch bakterielle Entzündungen, hieß es in der Laudatio. „Für mich ist der Preis Bestätigung und Motivation zugleich“, betonte die Geehrte.

Zahlreiche Redner und Rednerinnen würdigten die Leistungen der Geehrten. In ihrer Begrüßung ging Friederike Pasquay-Münch, SI-Präsidentin Karlsruhe, auf die Vita Schefflers ein. Sie bezeichnete die Juristin als Frau mit Mut, Weitsicht und Tatkraft, die stets eine Stimme für die Gleichstellung der Frauen gewesen sei. Bundesverfassungsrichterin Prof. Ines Härtel bezeichnete den Verleihungsort als „Herzkammer der Republik“. Professor Oliver Kraft, KIT-Vizepräsident Forschung, bekannte sich zu den Zielen der Einrichtung, „weiblicher, jünger und internationaler“ zu werden.

OB Dr. Frank Mentrup skizzierte die badische Residenz als einen Ort mit „einer langen Tradition starker Frauenverbände“ und berief sich dabei auf Großherzogin Luise von Baden, die einst den badischen Frauenverein gründete. Den SI Club und die Stadt verbinde das langjährige „Empowerment“ von Mädchen und jungen Frauen. Sie alle gratulierten den Forscherinnen ebenso wie Prof. Wilhelm Stork (Institut für Technik der Informationsverarbeitung, KIT) und Prof. Andreas Gruber (Institut für Mikrostrukturtechnik, KIT), welche die Arbeiten des Duos näher erläuterten, ehe die Preisträgerinnen das Wort ergriffen. -voko-

 
 

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