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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Oktober 2021

Sportkreis: Bindeglied und Gesellschaftsfaktor

DEN SPORTKREIS KARLSRUHE, der 456 Vereine mit mehr als 175.000 Mitgliedern betreut, vertraten und ehrten unter anderem fünf Sport-Repräsentanzen und Moderator Julian Linder (rechts). Foto: Müller-Gmelin

DEN SPORTKREIS KARLSRUHE, der 456 Vereine mit mehr als 175.000 Mitgliedern betreut, vertraten und ehrten unter anderem fünf Sport-Repräsentanzen und Moderator Julian Linder (rechts). Foto: Müller-Gmelin

SCHWUNG verkörperten Sportlerinnen des SSC Karlsruhe. Foto: Müller-Gmelin

SCHWUNG verkörperten Sportlerinnen des SSC Karlsruhe. Foto: Müller-Gmelin

Foto: Müller-Gmelin

Foto: Müller-Gmelin

 

Festabend zu 75 Jahren Sportkreis mit Würdigung und Impulsen für Nachhaltigkeit

Vieles nach dem Krieg neu Errichtete darf 2021 auf ein Dreivierteljahrhundert zurückblicken: Das vorige Woche im BGV-Lichthof gewürdigte Geburtstagskind, der Sportkreis Karlsruhe, umfasst Vereine, die noch viel älter sind, wie ganz neue Angebote und möchte auch für die da sein, die der Bewegung bislang wenig abgewinnen oder vereinsfern aktiv sind.

In seinem Impuls-Vortrag „Der Sport als sozialer Wert. Aspekte einer nachhaltigen Sportentwicklung“ beleuchtete Sportkreis-Vorsitzender Dr. Andreas Ramin den Stellenwert in Relation zu Ökologie, Ökonomie, Sozialem und Good Governance: als Impulsgeber, Interessensvertreter, Partner, Netzwerker. In einer Post-Corona-Gesellschaft gelte es etwa, Sport als Ort der Zusammenkunft aller Menschen zu erhalten und weiterzuentwickeln und für eine zukunftsorientierte Gestaltung die Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken.

„Sportentwicklung ist Stadtentwicklung“, demonstrierten die aktuellen Verlagerungsprojekte von Sportstätten. „Der Sport muss deutlich machen, dass seine Aktivitäten nicht nur gesundheits- und demokratiefördernd sind“, Persönlichkeitsentwicklung und Teilhabe dienen, sondern dass er, allein mit dem Ehrenamt, eine gewaltige Sozialrendite erbringe, sagte der Leiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, Karlsruhes Eliteschule des Sports.

Transparente und kriteriengeprüfte Sportförderrichtlinien seien dabei ein wichtiger Faktor. Das weiß auch, da er sich als Stadtrat immer wieder um deren Aufstellung engagiert, der Bundesstützpunkt-Leiter der Rheinbrüder, Detlef Hofmann, der das Karlsruher Modell der besitzenden Vereine als Erfolgsmodell bezeichnete. Die finanzielle Ausstattung sei das A und O.

Hofmann war Teil eines „Fünf Stimmen, fünf Themen“-Quintetts das unter anderem die schwierige Nachwuchsgewinnung bei Übungsleitungen sowie die gute Vernetzung aufzeigte: zwischen der Stadt und dem als Bindeglied fungierenden Sportkreis, der die Bedarfe vor Ort erkennt. Ehrungen verdienter Kräfte rundeten den Festabend ab, Auftritte der Rhythmischen Sportgymnastik des SSC, mit fünf sich spektakulär Bälle zuspielenden jungen Frauen und einer akrobatischen Band-Reifen-Gymnastin, zierten ihn.

Sportbürgermeister Martin Lenz hatte als Präsident des Badischen Sportbunds Nord 5.000 Euro dabei und betonte als Dezernent die kommunale wie regionale Kraft des Sportkreises. Die besitzenden Vereine seien Säulen wie der Anerkennung bringende Leistungssport, auch für den freien Sport fand Karlsruhe Wege. Wichtiger denn je nach pandemiebedingter Zwangspause hob Lenz nach Martin Buber hervor: „Sport ist Begegnung“. -mab-

 
 

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