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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. November 2021

Neues Leben für alte IT

EHRUNG für vorbildlichen Umgang mit Gebraucht-IT: Markus Losert (l.) und Dr. Albert Käuflein (r.) nehmen die Auszeichnung von Johannes Eisele (2.v.l.) und Daniel Büchle (3.v.l.) entgegen. Foto: Ronge

EHRUNG für vorbildlichen Umgang mit Gebraucht-IT: Markus Losert (l.) und Dr. Albert Käuflein (r.) nehmen die Auszeichnung von Johannes Eisele (2.v.l.) und Daniel Büchle (3.v.l.) entgegen. Foto: Ronge

 

Karlsruher Stadtverwaltung erhält Nachhaltigkeitspreis

Insgesamt 4.000 gebrauchte IT- und Mobilgeräte der Stadtverwaltung Karlsruhe sind in den vergangenen 15 Jahren für eine Weiterverwendung aufbereitet worden. Für diesen vorbildlichen Umgang mit den Altgeräten hat Bürgermeister Dr. Albert Käuflein in der vergangenen Woche einen Award entgegengenommen.

Seit Oktober 2006 ist die Stadt Karlsruhe Partnerin des Ettlinger Unternehmens AfB social and green IT. Die gemeinnützige GmbH hat die Stadt nun für ihre „sozial-ökologische Wirkung mit IT-Hardware“ ausgezeichnet. „Seit 15 Jahren geben wir unsere ausgemusterten Laptops, PCs und Handys an AfB. Das ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, unterstrich Käuflein.

AfB steht für „Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung“. Die Firma löscht und bereitet Geräte wieder auf. So gelangen sie zurück in den Wirtschaftskreislauf und schonen im Vergleich zur Neuproduktion natürliche Ressourcen und vermeiden Elektroschrott, CO2-Ausstoß und Wasserverbrauch. 75 Prozent der Geräte wurden wiedervermarktet, 25 Prozent recycelt. Insgesamt wurden 430 Tonnen CO2-Emissionen, 1,7 Millionen kWh Energie, 3,3 Millionen Liter Wasser, weitere Rohstoffe sowie Human- und Wassertoxizität eingespart. Markus Losert, IT-Amtsleiter,sprach denn auch von einer „absolut tollen Sache.“

Gleichzeitig unterstützt die Stadt mit der Beauftragung von AfB die Schaffung von inklusiven Arbeitsplätzen. Knapp die Hälfte der europaweit mehr als 500 Mitarbeitenden ist behindert. Daniel Büchle, AfB-Geschäftsführer, versicherte: „Wir sind absolut professionell.“ Es gebe häufig Vorbehalte, ob Menschen mit Behinderung für die nötige Datensicherheit sorgen können. Diesem Vorurteil trete AfB entgegen. -gia-

 
 

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