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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. November 2021

Ausbau des 5G- und Breitbandnetzes

Ausschuss für Wirtschaftsförderung informiert sich über aktuellen Stand

Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung unter Leitung der Ersten Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hat sich in seiner vergangenen nichtöffentlichen Sitzung insbesondere über den aktuellen Sachstand zum Ausbau des Breitband- sowie des 5G-Mobilfunknetzes informiert. Wie die Verwaltung dem Ausschuss berichtete, werde ein strukturierter Ansatz verfolgt, der zum einen den Ausbau des 5G-Netzes umfasst, zum anderen aber auch den geförderten wie den privaten Ausbau des Breitbandnetzes.

Je nach Anbieter variiert die 5G-Netzabdeckung zwischen 30 und 90 Prozent, erklärte die Stadtverwaltung. Den Bereich präge jedoch eine hohe Dynamik. Der Ausbau erfolge sehr effizient, da an den Masten bereits vorhandene 4G-Komponenten durch 5G ersetzt werden können. Eine von der Stadtverwaltung extra geschaffene Koordinierungsstelle für Mobilfunk bearbeite Anfragen zu möglichen Standorten ämterübergreifend.

Derzeit befänden sich über 300 Mobilfunkanlagen in Karlsruhe, die teilweise bereits mit 5G-Technik aufgerüstet wurden. Rund 120 Anfragen für neue Standorte beziehungsweise für Erweiterungen bestehender Standorte seien anhängig. Eine Baugenehmigung sei notwendig bei der Errichtung von Anlagen von über zehn Metern Höhe, unabhängig davon, ob es sich um neue Standorte oder um Erweiterungen bestehender Standorte handele, informierte die Verwaltung weiter.

Eine Voraussetzung für das 5G-Netz bildet der Breitbandausbau: Denn nur dort, wo Breitbandkabel liegen, können auch 5G-Masten errichtet werden, erfuhr der Ausschuss. Wenn Gebiete wegen der fehlenden Wirtschaftlichkeit nicht vom Markt ausgebaut werden, gebe es die Möglichkeit, diese mit Bundes- und Landesmitteln von bis zu 90 Prozent zu fördern. Daher identifizierten die Verantwortlichen zurzeit die förderfähigen Gebiete.

Nach erfolgter EU-weiter Ausschreibung beginne der Ausbau des bereits bestehenden Pilotprojekts Rheinhafen voraussichtlich Anfang kommenden Jahres. Dieser umfasst das gesamte Hafengebiet sowie die Gewerbegebiete Schlehert und Koellestraße.

Wie dem Ausschuss mitgeteilt wurde, planen die Stadtwerke Karlsruhe, im kommenden Jahr mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes für Privatkundinnen und -kunden zu beginnen. Die clusterweise Erweiterung des Netzes auf ganz Karlsruhe soll zunächst in der Oststadt starten.

Auch viele Gewerbegebiete in Karlsruhe müssten auf privaten Ausbau setzen, da dort die Wirtschaftlichkeit gegeben sei und diese somit nicht in das Raster der Förderkriterien fielen, erläuterte die Verwaltung.

Der Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigt derzeit für das Stadtgebiet Karlsruhe bezogen auf die Breitbandverfügbarkeit mit einer Downloadgeschwindigkeit von min-destens 200 Mbit/s eine Abdeckung von 95 Prozent der Privathaushalte. Im Gigabitbereich (1000 Mbit/s) können auch noch 73 Prozent aller Haushalte abgedeckt werden. -has-

 
 

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