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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. November 2021

Ausstellung „nachtaktiv“: Licht ins Dunkel bringen

AUF DER STREUOBSTWIESE tummeln sich auch nachts mit Marder, Eule, Waschbär und Igel viele Tiere, erklärt Andreas Wolf der anwesenden Schulklasse und BM Bettina Lisbach. Foto: Müller-Gmelin

AUF DER STREUOBSTWIESE tummeln sich auch nachts mit Marder, Eule, Waschbär und Igel viele Tiere, erklärt Andreas Wolf der anwesenden Schulklasse und BM Bettina Lisbach. Foto: Müller-Gmelin

 

Im Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört (NAZKA) gibt es eine neue Ausstellung, die zunächst in völlige Finsternis hüllt. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet, geht es durch einen schwarzen Vorhang in einen dunklen Raum. Die dort ausgestellten Tiere müssten sich jedoch nicht mit einer Lampe behelfen, denn sie sind, so auch der Titel der Ausstellung, nachtaktiv, und haben sich an das Leben in der Dunkelheit angepasst.

In den vier Lebensraumtypen Streuobstwiese, Auenwald, Silberweiden/Gebüsch und Mittelgebirgswald sind Tierpräparate, aber auch Modelle und Fotografien zu sehen. Dabei bringt der Raum die nächtlichen Arten nicht nur optisch näher: Leuchten Besucherinnen und Besucher mit der Taschenlampe an die richtige Stelle, machen sich die Tiere durch Geräusche bemerkbar. Fährten und Fraßspuren, die auch am Tag in der Natur zu entdecken sind und auf die nächtlichen Aktivitäten hinweisen, sowie ein Film über Fledermäuse runden die Ausstellung ab, die allen Interessierten noch bis Ende März 2022 kostenfrei offensteht.

Am vergangenen Dienstag lud das NAZKA jedoch erst einmal zur Eröffnung ein – mit dabei: Birgit Mayer, Lehrerin der Grundschule Karlsruhe-Daxlanden und ihre äußerst tagaktive Klasse 4a. Den aufgeweckten Schülerinnen und Schülern konnte NAZKA-Geschäftsführer Andreas Wolf nur wenig Neues beibringen. Schon im Vorfeld hatte sich die Klasse mit nachtaktiven Tieren beschäftigt und deren besondere Lebensweisen in kleine Präsentationen umgesetzt.

Auch das Quiz von Bürgermeisterin Bettina Lisbach meisterten die jungen Experten auf Anhieb. Die Umweltdezernentin war von so viel Wissen beeindruckt und pflichtete den Schülerinnen und Schülern darin bei, wie spannend die Anpassung von Uhu, Dachs und Co an das Leben im Dunkeln sei. Sie wies jedoch darauf hin, dass der Mensch nachtaktive Tiere verstärkt einschränke und freute sich, dass die Ausstellung mehr Licht ins Dunkel ihrer Lebensweisen bringe. -los-

 
 

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