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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. November 2021

Nur noch drei Wochen bis zum Start der Kombilösung: Gleistrasse oben so gut wie parat

NAHEZU FERTIG ist die oberirdische Haltestelle Ettlinger Tor. Das gilt ebenso für die angrenzenden Fahrspuren des entstehenden Straßentunnels, und das Grün der neuen Trasse ist auch gepflanzt. Foto: KASIG

NAHEZU FERTIG ist die oberirdische Haltestelle Ettlinger Tor. Das gilt ebenso für die angrenzenden Fahrspuren des entstehenden Straßentunnels, und das Grün der neuen Trasse ist auch gepflanzt. Foto: KASIG

 

Letzte Handgriffe, um zwei der drei Hauptelemente in Betrieb nehmen zu können

Nun sind es nur noch gut drei Wochen bis zum sehnsüchtigen erwarteten Moment: Ab Sonntag, 12. Dezember, sollen sowohl in den Tunneln (Kaiserstraße mit Südabzweig) als auch auf der neuen oberirdischen Gleisstrecke (Kriegsstraße) der Kombilösung Bahnen regulär unterwegs sein. Zwölf Jahre Bauzeit – Spatenstich war am 21. Januar 2010 – enden so mit der Aufnahme des Fahrgastbetriebs in einem in der Innenstadt vollkommen neuartigen Liniennetz, betont die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschft (KASIG).

Mit dem unterirdischen Fahrerlebnis geht es bereits am Samstag, 11. Dezember los: Die Planungen sehen vor, dass ab dem frühen Nachmittag eine Art Vorab-Version des normalen Fahrgastbetriebs starten soll: Die Straßenbahnen werden dann bereits in den unter-irdischen Haltestellen und Tunnelabschnitten fahren, die Haltestellen offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Doch in den wenigen Tagen bis dahin gilt es, noch manch Hindernis aus dem Weg zu räumen: Wahrscheinlich bis sprichwörtlich auf den letzten Drücker wird der eine oder andere Handgriff noch in Haltestellen oder den Betriebsräumen vorgenommen. Abgesehen von noch zu absolvierenden handwerklichen Arbeiten hat auch die Genehmigung für den Fahrgastbetrieb durch die Technische Aufsichtsbehörde zu erfolgen. Dafür ist Voraussetzung, dass alle Arbeiten, die die KASIG hat ausführen lassen, dokumentiert in Stuttgart bei der beim Regierungspräsidium angesiedelten Stelle vorliegen.

Der Blick in eine der Haltestellen ist schon jetzt vielversprechend: Rolltreppen zu und von den Zwischenebenen nach oben beziehungsweise nach unten, Aufzüge, das beeindruckende Lichtkonzept sowohl auf den Zwischenebenen wie auch in den eigentlichen Haltestellen, und dazwischen immer mal wieder eine Stadtbahn oder eine Straßenbahn auf Schulungsfahrt. All das zeigt sich dem Betrachter und bald also der nutzenden, zunächst sicher auch staunenden Öffentlichkeit.

Der oberirdische Teil der mit der Kombilösung umgesetzten neuen Gleistrasse in Kriegsstraße und Ludwig-Erhard-Allee geht mit gewaltigen Schritten ebenfalls dem Ziel Betriebsaufnahme in einem Monat entgegen: Die Gleise in der Kriegsstraße liegen, die Haltestellen-Wartehäuschen sind inzwischen sowohl am Mendelssohnplatz wie auch am Ettlinger Tor und am Karlstor montiert.

Die Gärtner sind entlang der Gleise unterwegs, um das Substrat zwischen den Schienen für das Grüngleis einzubringen und gleichzeitig auch die Bäume zu pflanzen, die die Kriegsstraße, den künftigen Prachtboulevard üppig begrünen werden. Auch die Fahrspuren künden vom neuen Charakter der seit jeder und weiter elementaren Ost-West-Achse.

Fehlt der Straßentunnel Kriegsstraße, unter besagter Trasse: Auch dort wird intensiv gearbeitet, aber der Fortschritt bei der Installation der elektrischen und elektronischen Innenausstattung durch weltweiten Materialmangel gebremst. Bis voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2022 die ganze Kombilösung Realität sein soll. -red-/-mab-

 
 

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