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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. November 2021

Mobilität: Alternative für Pendler

ANTRITTSBESUCH: OB Mentrup und KIT-Vizepräsident Hirth (rechts) begrüßten Dr. Klaus Bonhoff (2.v.l.) vom Verkehrsministerium und Dr. Julia Schmid vom DZM. Foto: Tanja Meißner/KIT

ANTRITTSBESUCH: OB Mentrup und KIT-Vizepräsident Hirth (rechts) begrüßten Dr. Klaus Bonhoff (2.v.l.) vom Verkehrsministerium und Dr. Julia Schmid vom DZM. Foto: Tanja Meißner/KIT

 

Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft war zu Gast

Pionierarbeit bei der Verknüpfung der Verkehrssysteme von Stadt und Umland hat Karlsruhe schon vor über einem Vierteljahrhundert mit dem Stadtbahnsystem „Karlsruher Modell“ geleistet. Nun soll „ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Modellregion für nachhaltige Mobilität gesetzt werden“, kündigte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei einem Pressegespräch im KIT an.

Den Schlüssel dazu bietet das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM) in München, für das Karlsruhe eine von vier Außenstellen ist. Beim DZM befindet sich derzeit das Forschungsprojekt „Country to City Bride“, kurz „C2C Bridge” aus Karlsruhe in der Antragsphase. Unter der Federführung des KIT wollen zahlreiche Karlsruher Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen untersuchen, wie sich ein Verkehrsangebot zwischen Stadt und Land mittels innovativer Technologie gestalten lassen kann. Da sich das Projekt in der Antragsphase befindet, mochte Prof. Frank Gauterin vom KIT noch nicht allzu viele Details preisgeben, kündigte aber an, dass „wir am Ende eine echte Alternative zum Einpendeln mit dem Pkw haben“.

Zunächst gelte es, durch Akzeptanzforschung die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger herauszufinden. Dabei „nehmen wir Ideen auf und setzten sie in technische Vorschläge um“, so Gauterin. Eine wichtige Rolle könnten autonome Fahrzeuge und Mobilitäts-Hubs spielen. „Karlsruhe ist aus der Forschungssicht mit allen Partnern ein idealer Standort“, betonte Prof. Thomas Hirth, Vizepräsident des KIT für Innovation und Internationales. Diese Potenziale sollen durch einen „breiten interdisziplinären Ansatz“ voll ausgeschöpft werden.

Für OB Mentrup soll C2C Bridge erst der Anfang sein. „Wir stellen uns eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen München und Karlsruhe vor“, signalisierte er den Gästen. Zwar setze das DZM zunächst auf projektbasierte Forschung, entgegnete Dr. Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter für Grundsatzangelegenheiten im Bundesverkehrsministerium, aber perspektivisch denke man daran, „Themen jenseits projektspezifischer Laufzeiten in die Kontinuität zu bringen“.

Dabei spiele die gesellschaftliche Implementierung neuer Technologien eine wichtige Rolle, über die technischen Fragen hinaus soll Wissen vermittelt und eine aktive Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Für Dr. Julia Schmid, Leiterin der Geschäftsstelle des DZM, ist die Verknüpfung der einzelnen Aktivitäten mittels eines strategischen Überbaus ein zentraler Aspekt. „Keiner der Akteure hat die Lösung für sich, aber im Verbund schon“, sagte Schmid: „Wir finden es großartig, dass Karlsruhe mit dabei ist“. -eck-

 
 

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