Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. November 2021

Nur noch zwei Wochen bis zum Start der Kombilösung: Endspurt für neue Kriegsstraße

HALTESTELLEN und zum Beispiel Rolltreppen, die deren Ebenen miteinander verbinden, gehen immer weiter der Fertigstellung und Abnahme entgegen. Ganz im Sinne der Kombilösung. Foto: KASIG

HALTESTELLEN und zum Beispiel Rolltreppen, die deren Ebenen miteinander verbinden, gehen immer weiter der Fertigstellung und Abnahme entgegen. Ganz im Sinne der Kombilösung. Foto: KASIG

 

Beim Bahntunnel werden die Eingänge sichtbar und erfolgt die Vorlage zur Freigabe

Der Umbau der Kriegsstraße für eine oberirdische neue Gleistrasse und den darunter befindlichen Straßentunnel befindet sich oben im Endspurt – mit Blick auf den 12. Dezember: Für diesen besonderen dritten Adventssonntag, an dem auch der generelle Fahrplanwechsel erfolgt, ist die Inbetriebnahme der Kombilösung vorgesehen, zumindest bezüglich zweier der drei Hauptelemente: der Bahntunnel unter Kaiserstraße und Via Triumphalis sowie die Gleistrasse auf der Kriegsstraße. Der kommende Liniennetzplan funktioniert nur, wenn neben der Bahntunnelanlage weiter südlich Gleise und Halte zur oberirdischen Entlastung sowie die Kreuzungen Mendelssohnplatz und Karlstor betriebsbereit sind.

Bauarbeiter, Handwerker und auch Gärtner leisten in der Kriegsstraße schon seit Wochen Außergewöhnliches, betont die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) in ihrem Bericht: Der Lückenschluss bei der Gleisanlage ist geschafft, die Oberleitungen spannen sich inzwischen fast vollständig über die etwa 1,6 Kilometer lange Strecke.

Parallel zu diesen Arbeiten rücken die Landschaftsbauer an und pflanzen entlang der Gleistrasse, aber eben auch an den äußeren Rändern der Fahrspuren Bäume, um den gestalterisch versprochenen Allee-Charakter in die Realität umzusetzen. Auf den neuen Fahrspuren sind größtenteils auch bereits die Markierungen aufgebracht, die dem Radverkehr seine eigene, breite und auch durchgängige Spur beidseits der Kriegsstraße zuweisen: ein Bestandteil des dann auch fußgängerfreundlicher gestalteten künftigen Prachtboulevards.

Unten im Straßentunnel wird ebenfalls im Endspurt-Modus gearbeitet, und doch ist dieser bis zum 12. Dezember nicht mehr fertigzustellen. Eine Vielzahl an Installationen steht noch auf dem Programm, das überwiegend Elektriker abzuwickeln haben. Insgesamt werden etwa 300 Kilometer Kabel verlegt. Die Inbetriebnahme soll voraussichtlich Ende März kommenden Jahres erfolgen; eine noch überschaubare, gegenwärtig letzte Verzögerung, nicht zuletzt durch bundesweit herrschenden Materialmangel bedingt.

Im Bahntunnel mit den sieben U-Stationen gehen die vor Ort ausgeführten Arbeiten bis auf Restliches dem Ende entgegen. Ein Treppenabgang nach dem anderen wird freigelegt, so dass sich die Kombilösung diesbezüglich auch oben ganz offen zeigt. Die demontierten Einhausungen und nicht mehr vorhandenen Drehkreuze geben den Blick in die Eingänge frei.

Im Hintergrund, sehr entscheidend, gehen die Dokumentation aller Arbeiten zur Vorlage bei der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) des Regierungspräsidiums in Stuttgart durch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe vonstatten. Die TAB erteilt das finale grüne Licht. -red-/-mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe