Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. November 2021

Zensus: Erhebungsstelle eingerichtet

WIE VIELE MENSCHEN leben in Karlsruhe und der Bundesrepublik? Das stellt der Zensus 2022 fest, für den die Stadt ihre eigene Erhebungsstelle eingerichtet hat und interviewende Personen einsetzt. Foto: MMG

WIE VIELE MENSCHEN leben in Karlsruhe und der Bundesrepublik? Das stellt der Zensus 2022 fest, für den die Stadt ihre eigene Erhebungsstelle eingerichtet hat und interviewende Personen einsetzt. Foto: MMG

 

Neufeststellen der Einwohnerzahl „von großer finanzieller Tragweite“ / Verwaltung informiert Gemeinderat über Vorbereitungen der Stadt für Zensus 2022

Was früher Volkszählung hieß, ist heute längst anders geregelt: mit dem Zensus, der seit 2011 EU-weit alle zehn Jahre abzuhalten ist, in Deutschland dann aber pandemiebedingt auf kommendes Jahr verschoben wurde. Auf Basis bundesdeutscher Gesetze und baden-württembergischer Bestimmungen nahm die Erhebungsstelle der Stadt zum 1. Oktober ihren Dienst auf. Von dieser Eröffnung und den Aufgaben der Stelle nahm der Gemeinderat nun offiziell Kenntnis.

Zum 15. Mai 2022 findet also wieder eine Volks-, zudem Gebäude und Wohnungszählung statt. „Auf Basis der hierfür erlassenen Rechtsvorschriften der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Baden-Württemberg hat die Stadt Karlsruhe die Pflicht, eine kommunale Zensus-Erhebungs-stelle einzurichten“, erklärte die Verwaltung, was das Plenum einhellig goutierte.

Voraussichtlich für ein Jahr, also bis Mai 2023, wird diese Einrichtung in der abgeschotteten Statistikstelle (Zähringerstraße 1) zu finden sein, um vier Kernaufgaben zu erfüllen: Rekrutieren, Betreuen und Schulen der ehrenamtlich tätigen Erhebungsbeauftragten (rund 350 sind vorgesehen), Durchführen der Haushaltsstichprobe sowie der Erhebung in Sonderbereichen wie Wohn- und Pflegeheime, schließlich Mitwirken bei Gebäude- und Wohnungszählung. Letzteres übernimmt federführend das Statistische Landesamt.

In Deutschland erfolgt keine tatsächliche Zählung aller Haushalte und Personen mehr, sondern diese basiert auf einem registergestützten Erfassen der Bevölkerung, ergänzt durch eine Stichprobenerhebung sowie eben das Zählen von Gebäuden und Wohnungen. „Der Zensus ist die wichtigste statistische Großerhebung in Deutschland“, hebt die Verwaltung in ihrer Vorlage hervor. Er liefert demnach verschiedene Daten vom Geschlecht über Migrationshintergründe bis zur Bildung.

Und die im Blickpunkt stehenden verlässlichen Einwohnerzahlen auf allen Ebenen „bilden die Basis für die Berechnung von EU-Fördermitteln und Ausgleichszahlungen (…). Die Neufeststellung der amtlichen Einwohnerzahl (…) ist folglich für die Stadt Karlsruhe von großer finanzieller Tragweite.“ Nach Zufallsauswahl des Statistischen Bundesamts aus mehr als 2200 Karlsruher Anschriften sind nun rund 18000 Einwohnerinnen und Einwohner auskunftspflichtig. Sie können entscheiden, ob sie den Fragebogen selbstständig online, auf Papier oder mit der, dem Beauftragten ausfüllen. -mab-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe