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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Dezember 2021

Änderungen zum Fahrplanwechsel: KVV steht vor großen Neuerungen

Digitale Tarife Homezone und Luftlinie bieten den Fahrgästen mehr Flexibilität

Beim Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) tut sich Einiges: Am zweiten Dezember-Wochenende werden nicht nur Bahntunnel und oberirdische Gleistrasse der Kombilösung ihrer Bestimmung übergeben. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am Sonntag, 12. Dezember, kommen auch zwei neue digitale Tarife: Homezone und die Luftlinie.

„Wir wollen auf Kundenwünsche eingehen“, erklärte KVV-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon bei der Vorstellung der Neuerungen. „Und wir wollen neue Kunden gewinnen.“ Nach der zuletzt lautgewordenen Kritik an der Abschaffung der Stempelautomaten, stellte Pischon klar: „Das Fahrkartensortiment bleibt erhalten.“ Es werde auch die nächsten Jahre weiter Papiertickets geben. Die neuen digitalen Tarife würden den Kunden allerdings eine größere Flexibilität bieten.

Mit den beiden neuen Tarifen verlässt der KVV erstmals die bekannte Wabenstruktur. Mit der KVV-Luftlinie gibt es nun einen Kurzstreckentarif, bei dem nach der zurückgelegten Strecke bezahlt wird – gemessen an den Kilometern der Luftlinie. „Der Tarif wurde langersehnt“, sagte Tarifmanagerin Stefanie Hermann. Besonders lohnend sei dieser Tarif in den Innenstädten von Karlsruhe und Baden-Baden sowie beim Überqueren vom Wabengrenzen, erläuterte die Fachfrau. So ist es mit der Luftlinie zum Beispiel deutlich günstiger, von Ettlingen nach Rüppurr zu fahren. Selbst wenn nur drei Haltestellen gefahren werden, war bisher ein Fahrschein für drei Waben zu lösen. Nun kann sich der Fahrgast bei Fahrtbeginn mit einem Swipe einckecken, am Ende wieder auschecken und bezahlt nur für die gefahrene Distanz.

Die Homezone richtet sich vor allem an Vielfahrer, erklärte Pischon. Sie kann individuell für 28 Tage eingerichtet werden. Mit ihr legen Fahrgäste erstmals selbst ihren Mobilitätskreis unabhängig von Waben fest und bezahlen auch nur genau dafür. „So etwas gibt es bundesweit noch nirgendwo, das ist eine Erfindung des KVV zusammen mit civity made in Karlsruhe“, erläuterte Pischon. Drei oder mehr Punkte werden auf einer Karte festgelegt, darum wird ein Kreis gezogen und daraus berechnet sich dann der individuelle Fahrpreis für die kommenden vier Wochen.
Beide Tarife sind über die App KVV.regiomove buchbar. Die bisherige KVV-mobil-App wird zum 20. Dezember abgeschaltet. Für das kommende Jahr plant Pischon weitere Neuerungen. So schwebt dem KVV-Geschäftsführer ein flexibles Homeoffice-Abo vor, wenn Pendler nur an zwei oder drei Tagen die Woche ins Büro fahren.

Auf der Internetseite www.kvv.de finden sich alle Neuerungen. Daneben gibt es speziell zur Inbetriebnahme der zwei Bahnelemente der Kombilösung noch die Seite www.kvv.de/t-time mit Info zur Tunneleröffnung. -gia-

 
 

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