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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Dezember 2021

Bauausschuss: Vergabe wurde gestoppt

Bauausschuss will Nachbesserung in der Händelstraße

Die Vergabe von Tiefbauarbeiten galt im Bauausschuss bisher stets als Formsache. Nicht so beim Umbau der Händelstraße. Dazu sorgte das Gremium für ein Novum, indem eine Mehrheit die Auftragsvergabe ablehnte. Damit muss das Verfahren aufgehoben und neu angesetzt werden. Welche Konsequenzen aus diesem Beschluss resultieren und ob möglicherweise zusätzliche Kosten durch Schadenersatz drohen, will die Verwaltung Bürgermeister Dr. Albert Käuflein zufolge, der die Sitzung leitete, nun aufarbeiten.

Gegen die Beschlussvorlage hatten sich insbesondere GRÜNE-Stadträte ausgesprochen. Johannes Honné bemängelte die seiner Ansicht nach unzureichende Gehwegbreite von 2,30 Metern, forderte mindestens 2,50 Meter. Den Frak-tionsvorsitzenden Aljoscha Löffler störte zudem die Straßenbreite von sechs Metern, was für eine Stadtstraße zu breit sei. Ebenfalls aufgrund der Straßenbreite lehnte Dr. Paul Schmidt (AfD) das Bauvorhaben ab, allerdings wegen der geplanten Reduktion um 1,50 Meter.

Vergebens hatte Jochen Ehlgötz (CDU) vor einem „Investitionsstau bei Straßenbau“ gewarnt; er fand ebensowenig Gehör wie Tiefbauamtsleiter Martin Kissel mit dem Hinweis, dass „dies schon im Vorfeld hätte diskutiert werden sollen“ – ein Verschiebung der Arbeiten werde in jedem Fall zu höheren Kosten führen. Was die Straßenbreite betreffe, dürften die sechs Meter wegen des Rettungsweges zum Klinikum nicht unterschritten werden. Bei der Neuausschreibung der Arbeiten soll nun auch ein Vorschlag von Jürgen Wenzel (FW | FÜR) geprüft werden, der auf den Parkflächen den Einbau von Rasengittersteinen angeregt hatte.

Bei der auf ein Gesamtvolumen von rund 576.000 Euro veranschlagten Maßnahme soll die Händelstraße im Vollausbau mit einem geänderten Querschnitt ausgebaut werden. Dabei sind etwa neue Längs-Parkbuchten auf der Ostseite sowie eine neue Straßenentwässerung und -beleuchtung vorgesehen. Als Bauzeit war ursprünglich Januar bis Juli 2022 vorgesehen. -eck-

 
 

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