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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Dezember 2021

Bundesverdienstkreuz: Einsatz für Biodiversität

AUSZEICHNUNG mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande – (v. l.) Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Artur Bossert als Geehrter und Staatssekretär Andre Baumann. Foto: Knopf

AUSZEICHNUNG mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande – (v. l.) Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Artur Bossert als Geehrter und Staatssekretär Andre Baumann. Foto: Knopf

 

Karlsruher Naturschützer Artur Bossert ist nun Träger des Bundesverdienstkreuzes

Lobende Worte sind im Haus Solms bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland üblich. Aber dass ein Geehrter mit derart viel Lob über-schüttet wird, ist eher die Ausnah-me. Mit OB Dr. Frank Mentrup und Landesstaatssekretär Andre Baumann gleich zwei Laudatoren skizzierten das außergewöhnliche Engagement von Artur Bossert für den Artenschutz und die Biodiversität im Land.

Zudem waren neben viel lokaler Politprominenz auch zahlreiche Akteure aus dem Naturschutz anwesend. Bossert meinte am Ende der umfangreichen Laudatio: „So viel Lob, das macht mich fast verlegen. Vielen Dank für eine Auszeichnung, die mich tief bewegt“, erklärte der Karlsruher, der sich neben den vielen Mitstreiten insbesondere bei seiner Familie für die „viele Geduld und Nachsicht“ bedankte. Mentrup betonte, dass sich Bossert mit seiner ganzen Persönlichkeit für den Naturschutz engagiere.

Beim Naturschutzbund (NABU), Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört oder in vielen Expertisen für Behörden mache er sich für die Vogelwelt stark, deren Bestände weltweit massiv zurück-gehen. Der Ornithologe, Sonderpädagoge und Regierungsschuldirektor i. R. sei authentisch und teile sein Wissen gerne mit Anderen. „Ich bin sehr stolz, dass diese Auszeichnung an Sie hier nach Karlsruhe geht.“ Groß war die Freude auch bei Staatssekretär Baumann: „Diese Ehrung ist absolut verdient für enormen ehrenamtlichen Einsatz über viele Jahrzehnte.“

Bossert helfe mit, jungen Menschen die Liebe zur Natur einzupflanzen. Er schütze Insekten-, Vogel- und Pflanzenwelt, engagiere sich für Streuobstwiesen und Rheinauen. Die Gesellschaft sei dankbar für solche Menschen. „Hohe Sachkenntnis trifft hier auf Aufrichtigkeit und Zuverlässigkeit.“ Wie viele Nistkästen er für die regionale Vogelwelt gebaut habe, sei wohl kaum noch zählbar. „Biodiversität ist ein Schatz, den wir nicht leichtfertig verspielen dürfen“, mahnte der Geehrte schließlich. -voko-

 
 

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