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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 3. Dezember 2021

Hauptausschuss: Klare Kante zeigen

Rote Karte für sexistische Werbung / Stadt entwirft Richtlinien

Sexistischer Werbung im öffentlichen Raum ist die rote Karte zu zeigen: Darin waren sich am Dienstag auf der jüngsten öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses die Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen einig.

Und so stellten sich die Mitglieder des gemeinderätlichen Gremiums unter Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup denn auch einmütig hinter das vorgeschlagene Vorgehen der Verwaltung, nach dem die Stadt einheitliche Werberichtlinien entwerfen werde, die ausdrücklich und klarstellend sexistische Werbung ausschließen. Diese Werberichtlinien sollen dann Grundlage für alle künftigen Ausschreibungen von Werbenutzungsverträgen sein.

Für die verbleibende Vertragslaufzeit der bestehenden Werbenutzungsverträge will die Stadtverwaltung die jeweiligen Vertragspartner über die Inhalte der neuen Werberichtlinien unterrichten und darüber informieren, dass diese aus Sicht der Stadt Karlsruhe als wesentliche Grundlage bei der Beurteilung von Zweifelsfällen angewendet werden. Wie OB Mentrup dem Hauptausschuss mitteilte, hätten auch die städtischen Gesellschaften das Erstellen entsprechender Werberichtlinien angekündigt.

Der klaren Positionierung vorausgegangen war ein Vorstoß der LINKE-Gemeinderatsfraktion, die eine Richtlinie gegen sexistische Werbung im städtischen Bereich und deren Übernahme in die Bebauungspläne der Stadt beantragt hatte. Eine eigene Beschwerdestelle für die Bürgerinnen und Bürger der Fächerstadt in Sachen nicht angemessene Werbung im öffentlichen Raum – eine weitere Forderung der LINKE-Fraktion –, ist in der Stadtverwaltung derzeit nicht eingerichtet. Zuständige Ansprechpartner dafür seien auch, so der Tenor der anderen Fraktionen, der Werberat und auf lokaler Ebene die städtische Gleichstellungsbeauftragte. -trö-

 
 

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