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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Dezember 2021

„IT-moderne Schule“: Schnelles Netz und neue Geräte

Hoher Stellenbedarf für angestrebte „professionelle Strukturen” / Schulbeirat erhält Sachstandsbericht zur Digitalisierung an Karlsruher Schulen

Über große Fortschritte des Projekts „IT-moderne Schule“ freute sich der Schulbeirat bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr. Der Leiter des Projekts zur Digitalisierung an Karlsruher Schulen lieferte mit einem Sachstandsbericht Einblicke in die aktuellen Fortschritte, aber auch Problemstellungen. Das Projekt wird in verschiedenen Handlungsfeldern aktiv: Internetanbindung, Infrastruktur Kabel/Internet, digitale Präsentationsmöglichkeiten, Endgeräte und Supportsystem.

Positive Nachrichten gab es gleich im ersten Handlungsfeld, der Internetanbindung, zu vermelden: So sind 56 Schulen vollumfänglich per Glasfaser angeschlossen, an vier Schulen steht die Inbetriebnahme der Netze an Glasfaser kurz bevor, und elf weitere Einrichtungen erhalten ihren Anschluss noch in diesem oder im nächsten Quartal. Damit bleiben 17 restliche Schulen, für die noch Prüfungen ausstehen. Diese sollen jedoch noch im Projektzeitraum 2022 bis 2023 angeschlossen werden. Bezüglich der Infrastruktur sowie der digitalen Präsentationsmöglichkeiten sind bereits viele Schulen komplett ausgestattet.

Derzeit beschäftigt sich das Projektteam besonders mit der Bereitstellung und dem Support von Endgeräten. Seit Beginn des Projekts 2019 können die Schulen jährlich drei Endgeräte pro zu unterrichtender Klasse über das Schul- und Sportamt beschaffen, die Kosten dafür werden aus den Projektmitteln gedeckt. Rund 13.000 Endgeräte konnten über Förderungen beschafft werden, doch der Bedarf an mobilen Endgeräten dürfte noch zunehmen. Um diese Geräte auch pflegen und warten zu können, berechneten die Fachleute 28,5 Vollzeitstellen, die einen vollumfänglichen Support aller 88 Karlsruher Schulen gewährleisten könnten.

Diese Nachricht überraschte das Gremium aus Stadträtinnen und Stadträten, obwohl die Notwendigkeit allen einleuchtete. „Wir wollen professionelle Strukturen schaffen und das nicht über Lehrkräfte auffangen“, fasste der Leitende Stadtverwaltungsdirektor des Schul- und Sportamts, Joachim Frisch, zusammen. Die Arbeit des Projektteams traf im Schulbeirat auf viel Lob: „Für die Verwaltung ist das rasant“, hob Benjamin Bauer (GRÜNE-Fraktion) hervor, fragte sich aber, wie der hohe Support-Bedarf bewältigt werden solle. Auch die SPD-Stadträtin Sibel Uysal zeigte sich „sehr zufrieden“, da die Digitalisierung an Schulen nicht nur ein lang gefordertes Anliegen ihrer Fraktion sei, sondern Karlsruhe so auch seinem Ruf als IT-Standort gerecht werde. -los-

 
 

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