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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Januar 2022

Bevölkerungsstatistik: Corona bremst das Wachstum aus

COVID-AUSWIRKUNGEN: In der Zeit der Corona-Pandemie sank auch die Anzahl der Karlsruherinnen und Karlsruher. Foto. Enderle

COVID-AUSWIRKUNGEN: In der Zeit der Corona-Pandemie sank auch die Anzahl der Karlsruherinnen und Karlsruher. Foto. Enderle

 

Die Pandemie hinterlässt auch in der Bevölkerungsstatistik Spuren / Anzahl der Karlsruherinnen und Karlsruher ist gegenüber Vorjahr zurückgegangen

Auch in der Bevölkerungsentwicklung in Karlsruhe haben die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens seit März 2020 deutliche Spuren hinterlassen. Die Anzahl der Menschen, die in Karlsruhe leben, ist von Ende September 2020 bis Ende September 2021 von 304.009 auf 301.204 zurückgegangen.

Diesen Rückgang der Bevölkerung um insgesamt 0,9 Prozent innerhalb eines Jahres belegt eine von der Statistikstelle des Amts für Stadtentwicklung vor Kurzen vorgelegte Erhebung. Genau betrachtet lebten laut der Statistik „Die Karlsruher Bevölkerung im dritten Quartal 2021“ Ende September vergangenen Jahres 297.212 Menschen mit Hauptwohnung in der Fächerstadt. So niedrig war die Einwohnerzahl der Fächerstadt zuletzt in der zweiten Jahreshälfte 2014 gewesen. Zum Vergleich: Im September 2020 hatte die Zahl der Bürgerinnen und Bürger 299.955 betragen. Daneben ist auch die Anzahl der Personen mit Nebenwohnung in Karlsruhe vom dritten Quartal 2020 bis zum dritten Quartal 2021 von 4.054 auf 3.992 gesunken. Aufgesplittet nach Nationalitäten ergibt sich in der Bevölkerung der Fächerstadt folgendes Bild: Ende September des Jahres 2021 hatten 241.988 Karlsruherinnen und Karlsruher - oder umgerechnet 81,5 Prozent - einen deutschen Pass (Ende September 2020: 244.563) und 55.224 - oder 18,5 Prozent - einen ausländischen (2020: 55.392).

WENIGER ZUZÜGE

Als Hauptgrund für den Rückgang der Bevölkerungszahl geben die Statistiker die seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 zu verzeichnenden negativen Wanderungsbewegungen an. Das heißt: Vor allem die Zuzüge in, aber auch - in leichter Form - die Wegzüge aus Karlsruhe blieben deutlich unter dem Niveau der Jahre vor der Pandemie. So führten etwa Einreisebeschränkungen für Ausländerinnen und Ausländer zu einer geringeren Zuwanderung aus anderen Staaten.

Darüber hinaus schwächte sich aufgrund der überwiegend digitalen Abwicklung des Hochschulbetriebs der sonst zu Semesterbeginn übliche Anstieg der Zuzüge junger Menschen seit März 2020 deutlich ab. Bereits im dritten Quartal 2020 waren spürbar weniger Zuzüge in die Fächerstadt zu verbuchen als im Vergleichszeitraum der Jahre 2018 und 2019. Im dritten Quartal 2021 ging die Zahl der Zuzügler dann nochmals um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Nur insgesamt 4.941 Personen zogen zwischen Juli und September 2021 nach Karlsruhe, das waren 28,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2019.
Aufgerechnet auf die Zahl der Wegzüge, die mit 5.703 Personen um 6,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres blieb, musste die Fächerstadt einen Wanderungsverlust von 963 Personen verbuchen.

BABYBOOM LÄSST NACH

Die natürliche Bevölkerungsbilanz spielte hingegen bei der Gesamtentwicklung der Bevölkerung kaum eine Rolle. Die Zahlen von Geburten (708) und Sterbefällen (712) blieben im dritten Quartal 2021 nahezu ausgeglichen. Interessant dabei sind allerdings zwei Beobachtungen: Zum einen ist die Anzahl der Geburten gegenüber der im zweiten Quartal 2021 um 35 zurückgegangen und zeugt damit von einem Nachlassen des „Babybooms“. Auf der anderen Seite gingen die Zahlen der Todesfälle gegenüber den Werten in den Jahren vor der Pandemie zurück. Im Jahre 2018 starben 742 Menschen in Karlsruhe, 2019 waren es 725. -trö-

Interessierte können die Statistik „Die Karlsruher Bevölkerung im dritten Quartal 2021“ im Internet abrufen über www.karlsruhe.de/statistik.

 
 

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