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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Januar 2022

Hochbau und Gebäudewirtschaft: Geld für Schulbaustellen fließt

GRÖSSTER EINZELPOSTEN bei der Förderung war 2021 die Heinrich-Hübsch-Schule. Foto: Enderle

GRÖSSTER EINZELPOSTEN bei der Förderung war 2021 die Heinrich-Hübsch-Schule. Foto: Enderle

 

7,42 Millionen Euro Landesmittel / HGW intensiviert die Fördermittel-Akquise

Der Zeitpunkt schien mit Bedacht gewählt: In die Zeit des Schenkens reihte sich kurz vor Weihnachten auch das baden-württembergische Ministerium für Kultus, Jugend und Sport als Geber ein, indem es seine aktuelle Übersicht zum Förderprogramm für Schulbau und Schulsanierungen veröffentlichte.

Diese Übersicht des Ministeriums weist eine stattliche Summe von 206 Millionen Euro aus und unter den Empfängern ist die Stadt Karlsruhe gut vertreten. Rund 7,42 Millionen flossen in die Fächerstadt, davon 1,17 Millionen für Schulbauten und 6,25 Millionen für Sanierungen.

Für Prof. Anne Sick, Leiterin des Amtes für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW), ist der Geldsegen aus Stuttgart „unseren Bemühungen zu verdanken, dass wir den Fokus auf Förderprogramme gerichtet haben“. Durch vermehrte Antragstellungen verzeichnet HGW in den letzten Jahren kontinuierliche Zuwächse bei den Zuwendungen – und diese werden dringend benötigt. „Sanierung und Modernisierung wird unser großes Thema in den nächsten Jahren sein“, betont die HGW-Leiterin.

Was im Schatten des „Baby-Booms“ in den 60er und 70er Jahren gebaut wurde, steht nun nach und nach zur Erneuerung an. Deshalb prüft HGW bei jedem Projekt die Fördermöglichkeiten und wählt dann das geeignete Instrument aus. Für insgesamt acht Projekte war dies aktuell das Sanierungsprogramm des Landes, das zum zweiten Mal nach 2018 aufgelegt wurde und mit der Neufassung der Verwaltungsvorschrift Schulbauförderung nun auch verstetigt werden soll. Hier hat die Stadt mehr als die Hälfte der für den gesamten Regierungsbezirk Karlsruhe vorgesehenen Mittel erhalten.

Größter Einzelposten ist dabei die Heinrich-Hübsch-Schule mit einer Fördersumme von 4,12 Millionen Euro. Mit rund einem Drittel der Gesamtkosten bezuschusst wird hier die Modernisierung der Metallwerkstätten, der Trinkwasserhygiene, der Späneabsaugung und der Brandschutzklappen. Im Schulbauförderprogramm waren dieses Mal der Neubau der Drais-Gemeinschaftsschule und die Erweiterung der Schloss-Schule Durlach. Insgesamt erhielt die Stadt Karlsruhe seit 2009 aus diesem Programm knapp 18 Millionen Euro für 34 Projekte.

Über mangelnde Arbeit können sich die Fördermittelexperten bei HGW nicht beklagen. „Ich gehe fest davon aus, dass weitere Förderprogramme geöffnet werden, vor allem in Richtung CO2-Einsparung“, sagt Anne Sick. Jüngstes Beispiel dafür ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude. Hier reichte die Stadt kurz vor Jahresende Anträge für acht Biomasse-Anlagen zur Gebäudeheizung ein und rechnet nun mit 1,1 Millionen Euro Zuschuss. -eck-

 
 

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