Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 7. Januar 2022

Vesperkirche: Nahrung für Leib und Seele

VESPERKIRCHE FÜR ALLE: Zum neunten Mal wird die Johanniskirche am Werderplatz zum Dreh- und Angelpunkt der Aktion und bietet auch in Corona-Zeiten Nahrung für Leib und Seele.  Foto: Enderle

VESPERKIRCHE FÜR ALLE: Zum neunten Mal wird die Johanniskirche am Werderplatz zum Dreh- und Angelpunkt der Aktion und bietet auch in Corona-Zeiten Nahrung für Leib und Seele. Foto: Enderle

 

Vesperkirche am Werderplatz pandemiebedingt im Freien / Start am 9. Januar

Ein warmes Essen ist für viele Menschen nicht selbstverständlich, die Karlsruher Vesperkirche verhilft ihnen dazu. Zum neunten Mal wird die Johanniskirche am Werderplatz zum Dreh- und Angelpunkt der karitativen Aktion, bietet von Sonntag, 9. Januar, bis zum 6. Februar täglich zwischen 11 und 14 Uhr Nahrung für Leib und Seele. Eine Herausforderung speziell in Corona-Zeiten, soll es den Gästen trotz winterlicher Witterung und verordneten Abstands doch warm ums Herz werden.

Einen Monat lang will das auf Spenden basierende Kooperationsprojekt der Evangelischen Kirche, des Diakonischen Werks Karlsruhe, der Johannis-Paulus-Gemeinde sowie ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bedürftigen Menschen geben, was sie brauchen: Ansprache, warme Mahlzeiten oder auch Brauchbares aus dem Sortiment der nun dauerhaft im Kirchenraum verankerten Kleiderkammer. Ob jung oder alt, einsam oder zweisam, obdachlos oder mit Bleibe: Als Ort lebendiger Gemeinschaft sind bei der Vesperkirche alle willkommen.

Verwandelte sich das Gotteshaus früher in eine heimelige Speise- und Begegnungsstätte, so zwingt die Pandemie nun ins Freie. Pfarrerin Lara Pflaumbaum sprach beim Pressetermin deshalb passender von „Straßenvesperkirche“. Eingeläutet wird sie von einem Eröffnungsgottesdienst (mit vorheriger Online-Anmeldung) am Sonntag, 9. Januar, um 10 Uhr. Die Essensausgabe findet als Open-Air-Format in den Innenhöfen statt. Drei Weihnachtshütten stehen bereit. An einer sind warme Mahlzeiten zum Mitnehmen, an der anderen Vesperbeutel mit belegten Broten, Süßigkeiten und Obst erhältlich.

Eine weitere Ausgabestelle bringt selbst gestrickte Socken und weitere Kleinspenden an die Besucher. Das Planungsteam aus Britta Hansen, Christine Weber und Bruno Wenz rechnet mit der Ausgabe von etwa 300 bis 350 Mahlzeiten täglich. Neu ist, dass jeweils 50 zusätzliche Essen an das A³ (Alkohol Akzeptierender Aufenthaltsraum) und den Tagestreff TÜR geliefert werden. Wem nach seelsorgerischen Gesprächen ist, der findet in der Sakristei ein Gegenüber, außerdem gibt es bei Bedarf ein niedrigschwelliges Impfangebot.

Am zweiten und dritten Donnerstag hat nach Toresschluss eine Tierärztin Sprechstunde, immer freitags gibt es Segensandachten. Die Sicherheit Aller hat oberste Priorität. Die Gäste werden über Zugangsschleusen gelenkt, Abstands- und Hygieneregeln streng überprüft und eingehalten. Letztes Jahr habe es „keinen einzigen Corona-Fall“ gegeben, sagte Lara Pflaumbaum. Und das soll möglichst auch bei der aktuellen Ausgabe so bleiben. -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe