Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Januar 2022

Regionalverband Mittlerer Oberrhein: Grundsteine für die Zukunft des Landes werden gelegt

WINDENERGIE, wie hier auf dem Knielinger Windmühlenberg („Energieberg“) am Rheinhafen zu sehen, soll landesweit ausgebaut werden. Grundlagen wurden bei der Regionalplanertagung diskutiert. Archivfoto: Fränkle

WINDENERGIE, wie hier auf dem Knielinger Windmühlenberg („Energieberg“) am Rheinhafen zu sehen, soll landesweit ausgebaut werden. Grundlagen wurden bei der Regionalplanertagung diskutiert. Archivfoto: Fränkle

 

Zur großen Regionalplanertagung hatte der Regionalverband Mittlerer Oberrhein in das Schloss Ettlingen geladen. Thema waren „Perspektiven der räumlichen Ordnung“. An der angeschlossenen Online-Pressekonferenz nahmen der Verbandsvorsitzende Dr. Christoph Schnaudigel, Landrat des Landkreises Karlsruhe, Verbandsdirektor Prof. Dr. Gerd Hager, die baden-württembergische Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi, sowie Ministerialdirigentin Ulrike Kessler (MD) teil. Sie leitet im besagten Landesministerium die Abteilung Landesentwicklung, Regionalplanung und Geoinformation.

Hager verdeutlichte den Sinn der Tagung: „Es ist ein Treffen der Raumordner mit zirka 150 Teilnehmern.“ Darin würden die Fundamente der Gesellschaft und der Zukunft gelegt. Razavi betonte, dass die Regionalverbände wichtige Partner für die Landesregierung seien. Vor allem bei der Ausarbeitung eines neuen Landesentwicklungsplans (LEP) wolle sich die Regierungskoalition eng mit den Regionalverbänden abstimmen. Der LEP ist ein Konzept für die räumliche Ordnung und Entwicklung des Landes. Es setzt einen Rahmen und integriert Fachplanungen. Der letzte LEP ist von 2002 und seitdem rechtsverbindlich. Über den Koalitionsvertrag ist das Erarbeiten eines neuen LEP vorgegeben.

Schnaudigel unterstrich, dass sich die Region an einem Scheitelpunkt befinde. Im LEP „kumuliert sich alles“. Ein großer Bereich wird sich den erneuerbaren Energien widmen. Dabei stehen vor allem Windkraft und Solarenergie im Vordergrund. Schnaudigel erläuterte das Vorgehen. Es sei wichtig, Solarplanung von Windplanung abzukoppeln. Beim Ausbau der Windenergie rechnet der Verbandsvorsitzende mit mehr Konflikten und mehr juristischen Auseinandersetzungen. Bei einer Trennung werde verhindert, dass der Ausbau der Solarenergie ebenfalls gebremst wird. Wichtig seien zudem ein zügiger Ausbau und „Sicherheit an der gesetzgeberischen Front“, erklärte Schnaudigel.

Auch der soziale Wohnungsbau ist ein wichtiges Thema auf der Agenda von Land und Regionalverbänden. Beide Seiten sind sich einig, dass mehr gebaut werden muss. Der LEP „geht allerdings nicht so tief, als dass bestimmt wird, welcher Wohnraum geschaffen wird“, machte MD Kessler deutlich. -gia-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe