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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Januar 2022

Tierschutzpreis: Mit viel Liebe und Geduld

VIEL VERTRAUEN ist nötig, damit das Team des Karlsruher Tierschutzhofs auch verhaltensauffällige Hunde sozialisieren und an geeignete Familien vermitteln kann. Foto: Enderle

VIEL VERTRAUEN ist nötig, damit das Team des Karlsruher Tierschutzhofs auch verhaltensauffällige Hunde sozialisieren und an geeignete Familien vermitteln kann. Foto: Enderle

 

Tierschutzhof für schwer vermittelbare Hunde erhält Karlsruher Tierschutzpreis / Stadt würdigt über Bürgermeister Käuflein außerordentlich selbstlosen Einsatz

Das Engagement des Tierschutzhofs in Bulach ist nun wortwörtlich ausgezeichnet. Die Einrichtung, der das Wohlergehen schwer vermittelbarer Hunde am Herzen liegt, erhielt am vergangenen Dienstag von Bürgermeister Dr. Albert Käuflein den Tierschutzpreis 2021 der Stadt Karlsruhe. Der Verein kümmert sich vor allem um verhaltensauffällige und problematische Tiere, die unter anderem aus Rumänien stammen.

Dabei unterscheidet sich der Tierschutzhof von anderen Vermittlungsstellen, da das Team nicht bloß Hunde aus dem Ausland nach Deutschland bringt, sondern diese mit der Perspektive auf eine Weitervermittlung professionell sozialisiert. Teilweise haben die Tiere wechselvolle Vorgeschichten, benötigen viel Liebe und Geduld, um sich an das Zusammenleben mit Menschen zu gewöhnen oder traumatische Erlebnisse zu verarbeiten. Jene, die sich als dennoch nicht vermittelbar erweisen, erhalten einen lebenslangen Gnadenplatz.

Mehr als 30 Hunde, aber auch Gänse, Hühner und Fische pflegen die ehrenamtlichen Mitglieder, eine finanzielle Unterstützung durch Spenden ist unverzichtbar. Als einer von insgesamt elf Vorschlägen erhielt der Preisträger mit Abstand die meisten Stimmen.

Da fiel der Stadtverwaltung die Entscheidung nicht schwer: „Leidenschaftlich und selbstlos“ setzten sich die Mitarbeitenden des Tierschutzhofs für die Hunde ein, erklärte Käuflein und betonte, dass in ihrem Umgang mit den Hunden immer deren Wohl und individuelle Bedürfnisse im Vordergrund stünden. Gründer und Vereinsvorstand Stephan Winterhoff freute sich über die Wertschätzung, die mit der Auszeichnung einherging, wies in seinen Dankesworten jedoch auch auf die gefährdete Zukunft des Vereins hin. Der jetzige Standort ist problematisch, baurechtlich darf der Hof dort nicht erhalten bleiben. So suchen Winterhoff und sein Team nach einem geeigneten Grundstück, um den Schützlingen weiter ein Zuhause bieten zu können. -los-

 
 

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