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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2022

„Karlsruhe hilft“ sammelt Spenden

Mit Medizintechnik für die Kinderchirurgie und Kindertraumatologie will Karlsruhe die ukrainischen Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses Czernowitz bei ihrer Arbeit unterstützen. Foto: privat

Mit Medizintechnik für die Kinderchirurgie und Kindertraumatologie will Karlsruhe die ukrainischen Ärztinnen und Ärzte des Krankenhauses Czernowitz bei ihrer Arbeit unterstützen. Foto: privat

 

Stadt lässt Solidaritätsaktion wiederaufleben / Geld fließt in ukrainische Hilfsprojekte und soll Leid der Menschen lindern

Um Menschen in der Ukraine zu unterstützen, hat die Stadt erneut die Solidaritätsaktion „Karlsruhe hilft“ angekurbelt. Mit dem Format, das die Verwaltung 2005 nach dem verheerenden Tsunami im Indischen Ozean ins Leben rief, koordiniert Karlsruhe Hilfsaktionen und leitet Spendengelder gezielt an Projekte und Organisationen in dem vom Krieg gebeutelten Land weiter.

„Wir können mit ,Karlsruhe hilft' unsere Solidarität in spürbarer, vor Ort wirkungsvoller Hilfe zum Ausdruck bringen, die das Leid der Menschen wenigstens ein wenig zu lindern versucht“, betont Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Unter dem Dach von „Karlsruhe hilft“ setzt sich die Stadt etwa für Projekte ein, die der Verein „Ukrainer in Karlsruhe“ organisiert, und unterstützt mit den Spendengeldern Aktionen, die Karlsruhes französische Partnerstadt Nancy gemeinsam mit ihrer polnischen Partnerstadt Lublin auf die Beine gestellt hat. Ähnlich gelagert ist der kürzlich erfolgte Austausch mit der ukrainischen Stadt Czernowitz, die ihrerseits mit der Karlsruher Partnerstadt Temeswar (Rumänien) verbunden ist und deren Krankenhaus seit Beginn des Krieges zudem Partnerkrankenhaus des Universitätsklinikums Halle (Saale) ist.

Auch die Stadt in Sachsen-Anhalt ist schon lange mit Karlsruhe verpartnert. Der Einrichtung fehlen wichtige medizinische Geräte und Medikamente, um besonders die chirurgische Versorgung von Kindern in der Region zu sichern. Eine Bedarfsliste zu fehlender Medizintechnik für die Kinderchirurgie und Kindertraumatologie haben die ukrainischen Ärztinnen und Ärzte mittlerweile an die Stadt Karlsruhe und das Städtische Klinikum übermittelt. Nun wird geprüft, wie Karlsruhe helfen kann. Zudem unterstützt das Universitätsklinikum Halle die Aktion. Mit Spenden über „Karlsruhe hilft“ will die Stadt Karlsruhe auch die „Rosinen-Initiative“ von Olga und Wladimir Skripnik unterstützen. Die beiden Karlsruher führen mit ihrem Unternehmen Domofloor seit vielen Jahren aus der westlichen Ukraine (Region Lwiw) Paletten nach Westeuropa ein und nutzen nun ihre nach Lwiw zurückkehrenden Lastwagen, um notwendige Hilfsgüter dorthin zu transportieren. Mittlerweile haben sie 168 Fuhren realisiert.

Spenden können unter dem Stichwort „Karlsruhe hilft“ auf das Spendenkonto der Stadt Karlsruhe eingezahlt werden: IBAN DE10 6605 0101 0108 0777 77, BIC KARSDE66XXX (Sparkasse Karlsruhe Ettlingen). -bea-

 
 

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