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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 24. Juni 2022

Impulse für nachhaltige Mobilität: Für eine kindergerechte Stadt

Nach der virtuellen Verleihung nehmen Bürgermeister Martin Lenz, Jessica Schöllhorn und Jonas Nees (beide Kinderbüro) den Preis von Miriam Dross (Umweltbundesamt) persönlich entgegen. Foto: Stähr

Nach der virtuellen Verleihung nehmen Bürgermeister Martin Lenz, Jessica Schöllhorn und Jonas Nees (beide Kinderbüro) den Preis von Miriam Dross (Umweltbundesamt) persönlich entgegen. Foto: Stähr

 

Bundesweiter Wettbewerb zeichnet „Karlsruhe spielt!“ mit erstem Preis aus

Karlsruhe spielt – einmal im Jahr auch auf Flächen, die sonst dem Straßenverkehr vorbehalten sind. Vorigen Herbst hatten sich 35 Orte im ganzen Stadtgebiet für sechs Tage in Spielstraßen und Spielplätze verwandelt – preisverdächtig nun entsprechend gewürdigt.

Die Aktion „Karlsruhe spielt!“, die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche und anlässlich des Weltkindertages erstmalig in der Fächerstadt stattfand, zeichnete das Umweltbundesamt nun mit einem Preis aus. In der Kategorie „Innovativste Aktion“ erhielt die dezentral ausgerichtete Initiative den ersten Preis. Neben dem städtischen Kinderbüro halfen zahlreiche Fachämter bei der Umsetzung des Projekts.

Ideen aus Bürgerschaft

Das Zusammenwirken von Zivilgesellschaft und Verwaltung hob Miriam Dross, Leiterin des Fachgebiets „Nachhaltige Mobilität in Stadt und Land“ am Umweltbundesamt, als einen Aspekt hervor, der zur Auszeichnung von „Karlsruhe spielt!“ geführt habe. „Die Bürgerschaft vor Ort hat Straßen vorgeschlagen und betreut, diese Partizipation ist wichtig“, betonte sie. „Karlsruhe spielt!“ bringe viele Ansätze zusammen, die nachhaltige Stadt- und Lebensgestaltung im Blick haben. Dies bekräftigte auch Jonas Nees, Leiter des Kinderbüros und Kinderbeauftragter der Stadt Karlsruhe. „Eine kindgerechte Stadt ist auch eine menschengerechte Stadt“, unterstreicht er die essenzielle Bedeutung des Einbeziehens auch der Jüngsten der Gesellschaft. Dass zehn Prozent aller Straßen, die 2021 bei der Aktion dabei waren, nun dauerhaft zu verkehrsberuhigten Bereichen umgewidmet wurden, sei wichtig, da „Karlsruhe spielt!“ so kein singuläres Ereignis bleibe, sondern Impulse aussende. „Wir entscheiden nicht von oben, sondern fragen die Menschen vor Ort: Wo würdet Ihr Euch wünschen, dass Kinder mal spielen können?“

Helferfest für Engagierte

Die Karlsruherinnen und Karlsruher, die diese Frage im vergangenen Jahr beantwortet hatten, waren am vergangenen Dienstag in die Alte Hackerei auf dem Schlachthofgelände geladen. Mit der Auszeichnung sponserte das Umweltbundesamt ein Helferfest, um all jenen zu danken, die die Spielaktionen vor Ort betreut hatten. Bürgermeister Martin Lenz sprach den Engagierten seinen Dank aus: „Ich bin furchtbar stolz, dass Sie jetzt den Zeitgeist aufgreifen“, sagte er und freute sich besonders über die Ganzheitlichkeit, mit der „Karlsruhe spielt!“ den öffentlichen Raum verhandelt und weitere Neuerungen anregt. Für die diesjährige Aktion haben sich bereits 50 Orte im ganzen Stadtgebiet angemeldet. Karlsruhe ist eine von 3200 Städten in 53 Ländern, die sich an der Europäischen Mobilitätswoche beteiligten. -los-

 
 

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